Die Projekte

Im Mittelpunkt unserer Pädagogik stehen das Kind und seine Individualität. Unsere Erzieher sind Lehrende, gleichzeitig aber auch Lernende, die durch genaue Beobachtung jedes Kindes versuchen, herauszufinden, womit sich das Kind gerade auseinandersetzt. Sie folgen damit den Vorstellungen von Maria Montessori, dass Kinder Freude am Lernen haben und am Leben teilhaben wollen, aus ihrer eigenen Motivation heraus.

Die Aufgabe unserer Erzieher ist daher, den Kindern eine Umgebung zu bieten, die an ihre Bedürfnisse, Talente und Begabungen angepasst ist. Die Grundidee ist, dass die Kinder in dieser vorbereiteten Umgebung in ihrem eigenen Rhythmus und in ihrem eigenen Tempo lernen können. Das Thema und die Wiederholung der Lektionen wählen und steuern die Kinder selbst. Auf diese Weise erleben sie Selbstvertrauen und Selbstständigkeit, und das Gelernte wird am besten verinnerlicht.

Was heißt das jetzt im täglichen Leben? Das heißt, dass unsere Erzieher auf Ideen der Kinder eingehen. Aus dem sehr gerne und häufig wiederholten Wunsch, als Hamster geschminkt zu werden, entwickelt sich z.B. ein Tierprojekt, in dem die Kinder ihre Lieblingstiere den anderen Kindern im Stuhlkreis vorstellen (und das sind nicht immer Hasen und Pferde ...). Tiere werden gezeichnet oder durchgepaust, ebenso die Kontinente, auf denen sie leben. Auf Betreiben der Kinder wird z.B. ein Dinosaurier-Projekt gelebt – komplett mit ausgestellten Tiermodellen, dem Basteln einer Dinosaurier-Maske, dem Ausmalen von Dinosaurier-Figuren usw. Angebotsreihen und Projekte mit einem Teil der Kinder oder der Gesamtgruppe entstehen also, wenn sich die Kinder über einen längeren Zeitraum mit einem Thema beschäftigen.

Zudem gibt es einmal im Kindergartenjahr besondere Aktionen. Dazu gehören neben dem Restaurant-Tag und der Waldwoche auch die Freizeit auf dem Hof von Bauer Quinke.